Sonntag, 2. Mai 2010

Warum 01

Warum lebst du?
Weiß nicht.
Liebst du?
Glaube schon.
Also

Freitag, 30. April 2010

So wird es sein

Ich liege auf dem Rücken, flach, tief,
die Arme neben meinem Kopf, leicht gebeugt,
den Kopf von einem Kissen gestützt, nach links geneigt.
Meine Augen liegen hinten.

Ich liebe diese Bewegungslosigkeit, nur die Tauben gurren. Ruhe.
Bewegungslos, ohne Bewegung, los.

Ich liege tiefer, auf einem Bett aus Sand, noch tiefer, sandloser.
Nichts bewegt sich, auch die Augen nicht. Könnte ich sie öffnen?
Könnte ich. Will nicht.

Ich liebe diese Starre, tief, im Sand, unter mir.

So muss es sein. Tief liegen, erstarren, nichts wünschen, nichts wollen.

In mir schaukelt ein Kind. Kräftige Schwünge.

Ruhe, tiefe Ruhe, Starre, bewegungslose Starre.

So muss es sein.
Tief, im Sand, ganz tief, unter mir, versunken.

Die Tauben gurren, vermischen sich mit den Stimmen der Straße, dem Lärm der
Motoren und der Musik in mir. Schade.
So wird es sein. Hoffentlich.

Donnerstag, 29. April 2010

Namenlos

ICH HATTE KEINE,
DU HATTEST EINE,
DU LIEBTEST.

Hoffnung

Wer Glück hat,
dessen Liebe wird ertragen.

Wer viel Glück hat,
dessen Liebe wird geduldet.

Wer mit den Göttern ist,
dessen Liebe wird erwidert.

Donnerstag, 8. April 2010

Liebe

Geist erschaffe,
biete Hoffnung,
denke bieder,
schwebe.

Seele strebe,
spende Freiheit,
knie nieder,
gebe.

Herz verlange,
zeige Sehnsucht,
brenne wieder,
lebe.

Montag, 22. März 2010

In einem gesunden Körper ...

Zu meinen Schulzeiten haben mich die adretten und braun gebrannten Besserwisser, die sich auf irgendwelchen Alpenpfaden wandern gestählt hatten, mit dem Spruch Mens sana in corpore sano wöchentlich belästigt. Nur in einem gesunden Körper sei ein gesunder Geist. Schade nur, dass sie ihre Weisheit so aus dem Zusammenhang rissen. Richtig heißt es nämlich: Orandum est, ut sit mens sana in corpore sana. Übersetzt: Beten sollte man darum, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist sei. Marathonläufer und Extremsportler merkt auf: Gehirn und Muskeln wachsen nicht zwangsläufig proportional.
Allerdings hat der römische Dichter Juvenal durchaus recht. Zur Zeit huste und schnupfe ich, was den Teufeln Angina und Bronchitis mit aller Inbrunst geopfert werden kann. Die Augen brennen, der Kopf hämmert, der Puls rast und das Gehirn überschlägt sich.
Da gibt es nur eines, Erinnerung an Schiller. Im Wallenstein heißt es: Es ist der Geist, der sich den Körper baut.
Also dann!

Donnerstag, 11. März 2010

Eine Sarrazinade

Was hat er nicht schon alles von sich gegeben, der allseits geliebte Bundesbankert.

Billigschrippen und Kartoffelsalt für Arbeitslose;
Kein Deutsch, kein Geld;
Eine große Zahl von Arabern und Türken hat keine produktive Funktion außer für den Obst-und Gemüsehandel und produziert kleine Kopftuchmädchen;
Hartz IV – Empfänger haben es gerne warm;
Studenten sind Arschlöcher;
Beamte sind bleich und übelriechend;
Kinder kriegen kann jeder, der damit fertig wird;

Seine neueste Hirnblähung:

Hausaufgaben nicht gemacht, Kindergeld um 50% kürzen.

Mir fallen in diesem Zusammenhang einige Meldungen zur Hausaufgabenhilfe ein, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Es sollen Willi Stächele am 15.09.2008, der Umweltminister am 17.09.2009, der Gesetzgeber am 10.06.2009, Roland Koch am 30.01.2010, Dieter Zetsche am 27.02.2010 und Olaf Scholz am 29.07.2009 ihre Hausaufgaben machen.
(Zufallsrecherche in Tageszeitungen)

Die Hausaufgaben der Kinder müssen nach Herrn Sarrazin vor Beginn des Unterrichts kontrolliert werden. Und wenn sie sie nicht gemacht haben, werden die Eltern zitiert und das Kindergeld gekürzt.

Unseren Politikern sollte man etwas mehr Zeit gönnen, mein Vorschlag wäre eine monatliche Kontrolle. Und wenn sie sie nicht gemacht haben, die Hausaufgaben, dann wird der Parlamentspräsident zitiert und die Diäten gekürzt.

„Was meinen Sie, was auf einmal die Hausaufgaben gemacht werden.“