Dienstag, 21. April 2015

Es ist eine Schande

Da ersaufen 1000 und mehr Flüchtlinge im Mittelmeer  - und Europa ist eine Festung.
Da sind in Griechenland und anderen Südländern 25% junger Menschen arbeitslos und ohne Hoffnung auf ein Stück Leben und unsere Regierung rettet mit 3-stelligen Milliardenbeträgen Banken und warum: Damit die Boni auch weiterhin in Millionenhöhe gezahlt werden können.


Samstag, 11. April 2015

Das waren noch Zeiten

Im Nationalthetaer bei SOULCITY










Früher

Früher konnte ich an keiner Bühne vorbeigehen ohne auf sie zu springen und sie einzunehmen. Immer Frontman. 3000 Mal und mehr müssen es gewesen sein. Und heute bricht mir der Schweiß aus, wenn ich an einen Auftritt nur denke. Ich gebe mich zufrieden damit, so sage ich, an  meinem Flügel Klassisches und anderes nur für mich zu spielem. Ich sage, es genügt mir.
Das Leben und die Liebe sind wohl ausgegangen. Wie Milch und Eier. Letzteres lässt sich kaufen. Stumpfe Zähne und bisslos. Mir bleibt nur, mich daran zu erinnern, dass alles auch noch schlimmer sein könnte.


Was anderes: Vor kurzem habe ich einen Satz von Robert Musil gelesen:

Irgendwann geht Ordnung in Todschlag über.

Das hat er vorlanger Zeit geschireben.
Alles holt uns wieder ein.
 

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Nachteile

Das Alleinsein hat auch seine Nachteile: Man kann keine zwei Marmeladengläser zur gleichen Zeit geöffnet haben ......

Samstag, 27. September 2014

Der Sinn des Lebens

Wir suchen nach dem Sinn des Lebens, alle tun wir das.
Wenn aber nun das Leben keinen Sinn hätte,
oder wenn der Sinn des Lebens eben gerade darin bestünde, keinen Sinn  zu haben,
denn gäbe dieser Nichtsinn unserem Leben wieder einen Sinn.
Glück auf!

Samstag, 22. Dezember 2012

Für alle - von meinem Tannenbäumchen



Von drauß' vom Walde kommt es her,
und sagte mir, 's weihnachtet sehr.
ich dacht' bei mir, so im geheimen,
der kann doch mich damit nicht meinen.

Tu mir doch diesen Glitterkram,
wie sich's gebührt, ja niemals an.
Bin stets ein aufgeklärter Geist:
Der Himmel ist schon lang verwaist.

Doch meine kleinen Tannenspitzen,
wo jetzt, ich spür's, die Englein sitzen,
berühren sanft mit lichten Kerzen
mich tief, ganz unten, fest im Herzen.

Drum komm' das Christkind zu euch allen,
ich wünsch' dass es euch stets bewacht,
mög' euch in größter Freud' gefallen
der Segen bald der heiligen Nacht.

Am Küchentisch


Ich sitz' an meinem Küchentisch
Und starr' in den Kaffee.
Und wie auch meine Lampe schimmert.
bin's doch nur ich, den ich da seh‘.
Ich schau auf einen leeren Stuhl,
Dessen  Gedanken ich belausche.
‚S ist nur ein innerer Dialog,
mit meinen Tinitus ich tausche.

Sitze auf dem gegenüber,
die Tasse ist jetzt leer,
und hör, wie sehr es in mir wimmert,
dort saß oft wer, jetzt nimmer mehr.
Es war ‚ne Sie, der ich, oh Jammer,
die Lieb‘ verletzt‘, die sie mir gab.
Wohne allein im meiner Kammer,
Vielleicht erfreut sie’s, wenn ich klag.

Ich dachte wohl im Übermut,
es gäbe auch noch andere.
Und Luftveränderung tät mir gut,
wenn ich zur nächsten wandere.
Doch im Herz regiert jetzt Grausen,
wenn ich ihrer nun gedenk.
Warum ließ diese Frau ich sausen,
des Gottes Amor schönst‘ Geschenk.

So sitz’ ich halt am Küchentisch,
trink' anstatt Kaffee manchmal Tee.
Der Grund ist einfach zu benennen,
auf einem Tee ich nie was seh.
Sitz' wieder auf dem andern,
mit einem traurigen Gesicht.
Und denke an den Friedrich Schiller,
der von Herz-zu-Herzen spricht.

Was nützt allkluger Klassik-Geist,
wenn man ihn frech zur Seite schiebt,
und nicht erkennt in seinem Wahn,
dass eine Frau dich innig liebt.
Dann bleiben andrer Stühle leer
Bist ja selbst schuld, dann gräme dich,
schaust statt ‚ner Tasse in ein Glas‘
und liegst bald unter statt am Tisch.